GUNTHER ROST

Bereits als Schüler führte Gunther Rost das gesamte Bachsche Orgelwerk auf. Er gewann über ein Dutzend internationaler Auszeichnungen, darunter der Leipziger Bachpreis oder Preise des ION Wettbewerbs Nürnberg und des Dallas International Organ Competition. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Träger des Bayerischen Kulturförderpreises.

Früh wurde er an die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz berufen, wo er auch die Leitung des Instituts für Kirchenmusik und Orgel inne hat. Als Gast unterrichtete er an Institutionen wie der Royal Academy of Music London, der Chopin Akademie Warschau und dem Tschaikowsky Konservatorium Moskau.

An der Kunstuniversität Graz gründete Rost das Zentrum für Orgelforschung, das sich u. a. mit der Weiterentwicklung des Instruments und der kritischen Beleuchtung historischer Spielanweisungen beschäftigt. Erstmals konzipierte er an einer europäischen Musikuniversität eine mobile digitale Konzertorgel und eine modulare Pfeifenorgel.

Der Künstler arbeitete mit Motette, OehmsClassics, der Deutschen Grammophon und arte. Die Zusammenarbeit mit Petr Eben mündete in der Gesamteinspielung seiner Orgelwerke, an der auch der Rezitator Gert Westphal und die Bamberger Symphoniker mitwirkten. »Rost is by far the best player of this music«, kommentiert der American Record Guide.

Gunther Rosts Diskografie umfasst außerdem Werke von Bach, Vivaldi, Chopin, Dupré und Alain. Zur Aufnahme der Goldberg Variationen J. S. Bachs schreibt das Fono Forum: »Rosts Einfallsreichtum und die außerordentliche Klangvielfalt der Orgel machen seine Einspielung zu der vielleicht apartesten, die man zur Zeit zu hören bekommt – Cembalo- und Klavierversionen eingeschlossen.«

Engagements führen Gunther Rost zu Veranstaltern wie den Konzerthäusern von Wien und Berlin, der Philharmonie und dem Mariinsky Theater Sankt Petersburg, dem Rheingau Musik Festival und dem Bachfest Leipzig. Von 2012 bis 2014 war er Organist in Residence der Bamberger Symphoniker. Gunther Rost arbeitete mit Künstlern und Ensembles wie Christoph Prégardien, Elīna Garanča, dem Chor des Bayerischen Rundfunks oder dem Gewandhaus Orchester Leipzig zusammen.